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Neue Regelung zur Rotwildfütterung: Rotwildbestände dürfen nicht weiter ansteigen!

Der BUND Naturschutz in Bayern nimmt Stellung zur gestrigen Pressemitteilung von Jagdminister Hubert Aiwanger, der die Rotwildfütterung ausweiten will.

28.10.2026

Nürnberg, 28.10.2026 - Der BUND Naturschutz in Bayern kritisiert die neuen Regelungen zum Rotwildmanagement, die Jagdminister Hubert Aiwanger auf den Weg gebracht hat. „Wir sehen mit sehr großer Sorge, dass die Rotwildbestände in vielen Gebieten zu hoch sind und sich in weitere Gebiete ausbreiten“, so Martin Geilhufe, Landesvorsitzender des BN. „Anstatt hier gegenzusteuern, weitet Jagdminister Aiwanger die Fütterungsmöglichkeiten aus, was die Rotwildbestände noch weiter anwachsen lässt. Nach der neuen Verordnung wird es sogar möglich, außerhalb von Wintergattern Rotwild bis in den Mai hinein zu füttern, auch wenn gar keine Notzeit herrscht. Wir sehen mit großer Sorge, dass Aiwanger unsere Wälder künstlich hochgezüchteten Rotwildbeständen unterordnet. "

Der BN kritisiert dieses Rotwildmanagement, das eine haustierähnliche Haltung ausweitet und die trophäenlastige Bejagung nicht begrenzt: „Das wird weder unserer größten heimischen Wildtierart – Betonung liegt auf ‚wild‘, noch unseren Wäldern gerecht. Denn wenn die Wälder zu Weideflächen für das Rotwild degradiert werden, werden die Wälder mit ihren wichtigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen ruiniert.“

Aus Sicht des BN steht diese waldschädliche Verordnung des Jagdministers Aiwanger in klaren Widerspruch zu seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten und deren Pflicht zu vorbildlichem Waldmanagement.

 

Für Rückfragen

Ralf Straußberger

Wald- und Jagdreferent

Tel. 0171 / 738 17 24

E-Mail: ralf.straussberger@bund-naturschutz.de

 

 

Unsere Pressemitteilungen finden Sie auch online: www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen

 

Hintergrundinformation BUND Naturschutz:

Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) ist mit 269.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Er setzt sich für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.