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Biberkartierung in Kempten und Oberallgäu

Des einen Freud, des anderen Leid?

Noch vor 50 Jahren war der Biber in Bayern ausgerottet und in Mitteleuropa weitgehend verschwunden. Mit seiner Rückkehr ist dem BUND Naturschutz die bislang erfolgreichste Wiedereinbürgerung eines Wildtieres in Bayern gelungen. 

Seit etwa 10 Jahren ist der Biber auch im Oberallgäu und im Stadtgebiet Kempten angekommen und betätigt sich als „natürlicher Ökosystem-Manager“: Wo immer er lebt und anpackt, nimmt die Artenvielfalt zu. Was nach Chaos und Zerstörung aussieht, entpuppt sich als Oase für die Natur.

Nicht immer zur Freude von Teich- oder Landwirten, denn manchmal gräbt der Biber einem Fischteich das Wasser ab oder Ufer nahe Wiesen von Bauern sind überschwemmt. Dadurch ist der Biber auch bei uns im wahrsten Sinne des Wortes in die Schusslinie geraten: Land– und forstwirtschaftliche Schäden werden beklagt und ein Abschuss des Bibers wird im Raum Kempten-Oberallgäu immer wieder gefordert. Doch der Biber zählt in Europa zu den streng geschützen Arten, Tiere und ihre Bauten dürfen nicht beschädigt werden, ein Abschuss ist nur mit Ausnahmegenehmigung möglich.

Biberkartierung 2019

Um den Konflikt zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu entschärfen, wurde 2019 eine gemeinsame Biberkartierung durchgeführt werden. Dazu wurden Freiwillige aus Landwirtschaft und Naturschutz zu einer eintägigen Schulung ins Landratsamt eingeladen, die die Grundlagen der Kartierung vermittelte.

nähere Infos zu den Ergebnissen in der Geschäftsstelle des BUND-Naaturschutz Kempten-Oberallgäu:
08323-9988740, kempten-oberallgaeu@bund-naturschutz.de