Aktuelles
Jahresbericht 2025
Amphibienjahr der OG Sulzberg
2025 setzte die OG Sulzberg einen Schwerpunkt auf unsere Amphibien. Im Februar wurde eine Ausstellung mit 12 Roll-Up im Rathaus aufgestellt, um die Besucher des Rathauses über unsere Amphibien und die Problem die diese Tiere in unserer technisierten Umwelt haben zu informieren. Danach wurde diese Ausstellung in der Aula der Schule aufgebaut wo den Schulklassen zusammen mit den Lehrkräften über ein Quiz dieses Thema näher gebracht wurde.
Im Frühjahr folgte wieder die Amphibienrettung am Widdumer Weiher, in Moosbach und in Buch, wobei wir leider wieder Rückgänge bei den gesammelten Tieren feststellen mussten.
Im September engagierten wir uns auf dem Sulzberger Jahrmarkt mit einem Infostand ebenfalls zum Thema Amphibien. Hier stellten wir unsere Rettungsaktionen vor, zeigten welche Amphibienarten bei uns vorkommen und Kinder und Jugendliche konnten aus vorgedruckten Papierbögen Frösche und Kröten falten, die bei richtiger Faltung auch hüpfen konnten.
Ausflug in den Naturlehrgarten Mindelheim
Die BN Ortsgruppe Sulzberg besichtigte Anfang August 2025 im Rahmen einer Führung den Naturlehrgarten Mindelheim, dessen Ziel es ist, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Schönheit und Kenntnisse, sowie Zusammenhänge in der Natur zu vermitteln, eine Erfahrung die in unserer technisierten Welt leider nicht mehr selbstverständlich ist. Dass dringend Aufklärungsarbeit geboten ist, sieht man bei vielen Hausgärten, wo häufig leblose Schotterflächen zu sehen sind oder exotische Pflanzen kultiviert werden, die nicht für unsere einheimischen Vögel und Insekten geeignet sind, während Heimische Pflanzen und Gehölze einen unschätzbaren Wert für die Artenvielfalt hätten.
Die Anlage teilt sich in verschiedene Bereiche auf, es gibt einen Rundweg mit einem Biotoplehrpfad, zahlreiche Hochbeete mit heimischen Pflanzen und Lehrbeispiele für naturnahes Gärtnern. In der Mitte befinden sich eine große naturnahe Wiese mit seltenen Blumen sowie ein Teich, an dem auch Fieberklee und Schwanenblumen blühen und sich Libellen tummeln. Auch trockene Bereiche mit Steinmauern, die einen idealen Lebensraum für Eidechsen, Kleinsäuger und Reptilien bieten sind im Naturlehrgarten angelegt.
Über eine Furt gelangt man zu einem Abenteuer- und Wildnisbereich, wo Kinder sich in einer Weidenhöhle verstecken, einen Aussichtshügel erklimmen und bei der Wasserbaustelle spielen können. Ein Kletterbalken rundet diesen Bereich ab. Ergänzt wird der Naturlehrgarten noch mit einem Waldlehrpfad im angrenzenden Wald, der vom Forstamt errichtet wurde.
Auch wenn das Wetter bei der Führung nicht gerade ideal war konnten wir doch viele Eindrücke und Anregungen sammeln. Ein Besuch einer Pizzeria in der Nähe des Naturlehrgartens rundete unser Treffen mit der BN Ortsgruppe Mindelheim ab. Auch für einzelne Personen oder Familien ist der Naturlehrgarten ein interessantes Ausflugsziel
Von alten Bäumen und urigen Riesen - Baumexkursion in Sulzberg
Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der BN Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu bot die Ortsgruppe Sulzberg am 01. Oktober zwei Führungen zu den alten Bäumen an. Bei diesen Führungen erfuhren die Gäste weshalb alte Bäume, gerade auch wenn sie nicht mehr Bauholz-Qualität haben und optisch dem Idealbild eines Baumes nicht mehr entsprechen, wichtig für viele Insekten, Vögel, Kleinsäuger, Amphibien und die Artenvielfalt insgesamt sind. Auch viele Pilzarten tragen durch die Holzzersetzung dazu bei, dass Käfer, Ameisen und Vögel Nahrung und Unterschlupf finden. Letztendlich nutzen sie auch dem Menschen durch die Speicherung von Kohlendioxid, Produktion von Sauerstoff, Filterung des Staubes aus der Luft, als Schattenspender Regenwasserrückhalt und Windschutz.
Zur Überraschung der Mitwandernden führten die Routen zu diesen Bäumen nicht in den Wald, da dieser überwiegend forstwirtschaftlich genutzt wird und die Bäume dort nach 50 - 150 Jahren geerntet werden, was etwa 1/4 ihrer möglichen Lebensdauer entspricht. Häufig stehen alte Bäume alleine oder als Gruppen in Viehweiden als Schattenspender für das Vieh, oder am Rand eines Viehtriebes, der Gemeindeeigentum ist, aber auch mitten im Dorf und am Bach konnten diese Bäume mit über 4 oder sogar über 5 Meter Umfang gezeigt werden. Einige dieser Bäume dürften schon über 300 Jahre alt sein und standen damit schon während der Feldzüge von Napoleon an ihrem Platz. Auch das ist ein wichtiger Faktor, damit Fauna und Flora einen auf lange Zeit gesicherten Lebensraum vorfinden.
Wespen und Hornissen sind friedliche und faszinierende Nachbarinnen, die auch unter Schutz stehen. Wenn sie lästig werden, dann kann man sich Hilfe bei Hans Sontheim, ehrenamtlicher Berater für den Bund Naturschutz und den Landkreis Oberallgäu, holen.
Hört euch gern ein Interview mit ihm zu diesem Thema hier an. Dieser Kaffeeklatsch wurde von Hitradio Allgäu durchgeführt und beinhaltet interessante Aspekte sowie hilfreiche Tipps.
Hier findet ihr auf unserer Homepage weitere interessante Informationen rund um das Thema Hornissen und Wespen.





