Skischaukel Riedbergerhorn

Der Alpenplan gerät unter Druck

Die Gemeinden Obermaiselstein und Balderschwang wollen die Skigebiete Balderschwang und Grasgehren durch eine Verbindungsbahn am Riedbergerhorn und eine Erweiterung in Grasgehren verbinden. Die Planungen liegen jedoch komplett (neue Bergbahn) bzw. überwiegend (neue Pisten) in der Ruhezone der Alpenschutzzone C, die weder verkehrstechnisch noch intensiv-touristisch erschlossen werden darf. Diese Zone ist Teil des Alpenplanes, der seit 40 Jahren zum bayerischen Landesentwicklungprogramm (LEP) gehört und deren Vorgaben bisher unangetastet blieben. Der Bayerische Landtag hat den Alpenplan erst 2013 erneut bestätigt. Für die ARL (Akademie für Raumforschung und Landesplanung) ist er eine raumplanerische Erfolgsgeschichte.

Der Alpenplan steht für eine nachhaltige Entwicklung im bayerischen Alpenraum. Besonders sensible Lebensräume werden durch die Ausweisung als Alpenzone C am stärksten vor Verkehrserschließungen geschützt. Die Zonen A und B dürfen unter weniger strengen Auflagen bedingt weiter erschlossen werden.

Das Gebiet um das Riedbergerhorn ist eines der wichtigsten Lebensräume des Birkhuhns in den Bayerischen und Allgäuer Alpen. Deutschlandweit ist das Birkhuhn stark gefährdet. Die Erschließung des Riedbergerhorns durch einen Verbindungslift zwischen den Skigebieten Grasgehren und Balderschwang würde die dort zur Zeit noch stabile Population des Birkhuhns bedrohen. Auch die Bestände anderer Vogelarten würden gefährdet.

Der Bund Naturschutz in Bayern e. V. (BN) und viele andere Naturschutzverbände wie der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV), der Deutsche Alpenverein (DAV), der Verein zum Schutz der Bergwelt, die Naturfreunde und die Internationale Alpenschutzkommission (Cipra) lehnen eine Verbindungsbahn über das Riedbergerhorn aus diesen Gründen entschieden ab.

Lesen Sie die aktuelle, vollständige Stellungnahme, die die Naturschutzverbände gemeinsam erstellt haben.

Stellungnahme Verbindungslift

 

Hörnlebahn im Skigebiet Grasgehren

Im Zusammenhang mit dem Verbindungslift nach Balderschwang will die Liftgesellschaft Grasgehren zusätzlich die bestehenden zwei Schlepplifte durch eine 8er Sesselbahn ersetzen. Der BN sieht dieses Vorhaben eindeutig als Teil der geplanten Skischaukel und lehnt auch diesen Liftneubau entschieden ab.
Zu dem Vorhaben haben die Naturschutzverbände eine gesonderte Stellungnahme eingereicht.

Stellungnahme Hörnlebahn

Wandererbefragung

............. hier die Ergebnisse der Befragung von Wanderern zur geplanten Erschließung am Riedberger Horn

Aktuelle Infos

... zur gegenwärtigen Situation um das Riedbergerhorn finden sie unter Aktuelles

Unberührte und durch den Alpenplan geschützte Natur am Riedbergerhorn. Neue Liftanlagen gehören nicht hierher.
Am Riedbergerhorn gibt es noch eine stabile Population der in Bayern vom Aussterben bedrohten Birkhühner.
Die bedrohte Alpenzone C (roter Bereich) am Riedbergerhorn. Die neue Liftanlage sowie die neue Piste würden durch die sensible Zone verlaufen.