Skischaukel Riedbergerhorn

Unsere Bemühungen Zeigen Wirkung

Nach Wochen der Proteste scheint der Streit um das Riedberger Horn sich endlich zum Guten zu wenden.

Süddeutsche Zeitung 05.04.2018

Allgäuer Zeitung 06.04.2018

Die Welt 06.04.2018 (zu beachten ist das Zitat "...für mindestens zehn Jahre"-und dann?)

Bayerischer Rundfunk 06.04.2018

Das Ergebnis der heutigen Besprechung in der Staatskanzlei zum Riedberger Horn  bewertet der Landesbeauftragte  des BUND Naturschutz, Richard Mergner, wie folgt:

„Die Natur am Riedberger Horn scheint vorerst vor einer Skischaukel und einer neuen Abfahrtspiste in steilem Rutschgelände verschont zu bleiben. Wir freuen uns, dass Ministerpräsident Markus Söder kurz vor dem Aufprall die Reißleine gezogen hat, egal ob aus Einsicht oder aus Angst vor den Landtagswahlen. Der BUND Naturschutz fordert jedoch, dass die von Söder noch als „Heimatminister“ rechtswidrig durchgepeitschte Änderung des Alpenplans im Landesentwicklungs-programm zurückgenommen wird. Erst dann gibt es Rechtsicherheit. Wir halten daher die Normenkontrollklage aufrecht. Der BUND Naturschutz dankt den tausenden Unterstützern im Allgäu und weit darüber hinaus ohne deren Engagement sich die Staatsregierung nicht um 180 Grad gedreht hätte.“

Pressemitteilung: BN UND LBV REICHEN KLAGE GEGEN ALPENPLANÄNDERUNG AM RIEDBERGER HORN EIN

Dem können wir uns nur anschließen! Man sieht also: Grund zum Feiern, aber nicht zum Ausruhen!

Der Alpenplan gerät unter Druck

Die Gemeinden Obermaiselstein und Balderschwang wollen die Skigebiete Balderschwang und Grasgehren durch eine Verbindungsbahn am Riedbergerhorn und eine Erweiterung in Grasgehren verbinden. Die Planungen liegen jedoch komplett (neue Bergbahn) bzw. überwiegend (neue Pisten) in der Ruhezone der Alpenschutzzone C, die weder verkehrstechnisch noch intensiv-touristisch erschlossen werden darf. Diese Zone ist Teil des Alpenplanes, der seit 40 Jahren zum bayerischen Landesentwicklungprogramm (LEP) gehört und deren Vorgaben bisher unangetastet blieben. Der Bayerische Landtag hat den Alpenplan erst 2013 erneut bestätigt. Für die ARL (Akademie für Raumforschung und Landesplanung) ist er eine raumplanerische Erfolgsgeschichte.

Der Alpenplan steht für eine nachhaltige Entwicklung im bayerischen Alpenraum. Besonders sensible Lebensräume werden durch die Ausweisung als Alpenzone C am stärksten vor Verkehrserschließungen geschützt. Die Zonen A und B dürfen unter weniger strengen Auflagen bedingt weiter erschlossen werden.

Das Gebiet um das Riedbergerhorn ist eines der wichtigsten Lebensräume des Birkhuhns in den Bayerischen und Allgäuer Alpen. Deutschlandweit ist das Birkhuhn stark gefährdet. Die Erschließung des Riedbergerhorns durch einen Verbindungslift zwischen den Skigebieten Grasgehren und Balderschwang würde die dort zur Zeit noch stabile Population des Birkhuhns bedrohen. Auch die Bestände anderer Vogelarten würden gefährdet.

Der Bund Naturschutz in Bayern e. V. (BN) und viele andere Naturschutzverbände wie der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV), der Deutsche Alpenverein (DAV), der Verein zum Schutz der Bergwelt, die Naturfreunde und die Internationale Alpenschutzkommission (Cipra) lehnen eine Verbindungsbahn über das Riedbergerhorn aus diesen Gründen entschieden ab.

Lesen Sie die aktuelle, vollständige Stellungnahme, die die Naturschutzverbände gemeinsam erstellt haben.

Stellungnahme Verbindungslift vom 08.12.2014

Stellungnahme an das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat vom16.2.2017

Stellungnahme an die VG Hörnergruppe, Fischen i. Allgäu vom 8.12.2014

 Stellungnahme zur Errichtung eines Speicherbeckens durch die Grasgehren Betriebs GmbH. auf Fl.Nr. 2202 Gemarkung Bolsterlang

 

Hörnlebahn im Skigebiet Grasgehren

Im Zusammenhang mit dem Verbindungslift nach Balderschwang will die Liftgesellschaft Grasgehren zusätzlich die bestehenden zwei Schlepplifte durch eine 8er Sesselbahn ersetzen. Der BN sieht dieses Vorhaben eindeutig als Teil der geplanten Skischaukel und lehnt auch diesen Liftneubau entschieden ab.
Zu dem Vorhaben haben die Naturschutzverbände eine gesonderte Stellungnahme eingereicht.

Stellungnahme Hörnlebahn

Wandererbefragung

............. hier die Ergebnisse der Befragung von Wanderern zur geplanten Erschließung am Riedberger Horn

Aktuelle Infos

... zur gegenwärtigen Situation um das Riedbergerhorn finden sie auch unter der Homepage des "Freundeskreis Riedberger Horn" www.freundeskreis-riedberger-horn.de

Unberührte und durch den Alpenplan geschützte Natur am Riedbergerhorn. Neue Liftanlagen gehören nicht hierher.
Am Riedbergerhorn gibt es noch eine stabile Population der in Bayern vom Aussterben bedrohten Birkhühner.
Die bedrohte Alpenzone C (roter Bereich) am Riedbergerhorn. Die neue Liftanlage sowie die neue Piste würden durch die sensible Zone verlaufen.