Beeinträchtigung von Biodiversität und Umwelt durch invasive Pflanzen. Schwerpunkt: Asiatischer Staudenknöterich
Das Thema „gebietsfremde Arten“ ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus von Wissenschaft und öffentlichem Interesse gerückt, weil einige dieser Organismen erhebliche unerwünschte ökologische und ökonomische Auswirkungen haben können. Wir freuen uns, dass diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Naturpark Nagelfluhkette abläuft.
26.02.2026 19:00 - 21:00
Naturparkzentrum in Bühl, Immenstadt (Seestraße 10), 1. Stock über Außentreppe
Das ist die Referentin: Dr. Beate Alberternst
Bildungsweg
- Promotion an der Univ. Hohenheim (Dr. sc. agr.): 1994-1998
- Studium der Agrarbiologie an der Univ. Hohenheim: Studienabschluss 1994
- Ausbildung zur landwirtschaftlich-technischen Assistentin (LTA), Georg-August-Universität Göttingen
Berufliche Tätigkeit
1998-2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der J. W. Goethe-Universität Frankfurt a. M.
- Mitarbeit in Forschung und Lehre
- Konzeption und Akquise von Forschungsprojekten
2005 Gründungsmitglied der unabhängigen Wissenschaftlergruppe „Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie, Friedberg“, seither freiberuflich tätig als geschäftsführende Gesellschafterin
Arbeitsschwerpunkte:
- Konzeption, Akquise und Bearbeitung anwendungsorientierter Forschungsprojekte (Themenschwerpunkt gebietsfremde Pflanzenarten) im Auftrag von Landesanstalten, Ministerien, Naturschutzbehörden und Kommunen
- Beratung von Naturschutz- und Umweltbehörden zum Umgang mit invasiven Pflanzenarten
- Konzeption/Bearbeitung des Projekts „Lebendige Dächer“ im Botanischen Garten Frankfurt
- Untersuchungen zur ökologischen Aufwertung von Grünlandbeständen, Mitarbeit Projekt Spenderflächenkataster, Streuobstwiesenerfassung, Mitarbeit am floristischen Kartierungsprojekt Taunus
Manche dieser Arten gefährden die Biodiversität, andere beeinträchtigen die Gesundheit des Menschen oder verursachen große ökonomische Schäden. Allgemein bekannt ist das sehr verbreitete indische Springkraut, das jedoch mit lokaler Initiative gut zu regulieren ist. Besonders problematisch für den Artenreichtum ist jedoch der im Allgäu bis nach Hinterstein verbreitete Asiatische Staudenknöterich, der hochwüchsige und dichte Bestände ausbildet. Aufgrund seines großen Regenerationsvermögens sind etablierte Bestände schwer und nur mit großem Aufwand wieder zu beseitigen. Frau Dr. Alberternst wird auf Grundlage Ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit und Ihrer praktischen Erfahrung über Prävention und Eindämmungsmaßnahmen dieser Art sprechen.
Im Anschluss stellt Rangerin Denise Klein Praxisbeispiele aus dem Naturparkgebiet vor.
