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Spurensuche Wildkatze 2020

Die Europäische Wildkatze ist eine echte Ureinwohnerin – sie durchstreifte unsere Wälder schon lange bevor die Römer die ersten Hauskatzen aus Afrika mitbrachten. Bereits um 1940 war die kleine Katze ausgerottet, mit der Wiedereinbürgerung im Jahr 1984 (beginnend im Spessart) ist sie nun mit leisen Samtpfoten auf dem Vormarsch.

Auf Spurensuche im Oberallgäu

Nach 2015 begaben sich die ehrenamtliche Helfer*innen im Oberallgäu im Jahr 2020 zum zweiten Mal auf Spurensuche nach der heimlichen Waldbewohnerin. Dabei werden raue Holzstäbe als „Lockstöcke“ an geeigneten Waldorten ausgebracht und mit Baldrian‐Lösung besprüht. Reiben sich Tiere daran, so bleiben Haare eingeklemmt im Holz zurück. Diese Haarproben werden abgesammelt und genetisch untersucht. Dies ist die einzige bewährte Methode, um Haus- und Wildkatze sicher zu unterscheiden. Um der nachtaktiven, scheuen Wildkatze auf die Schliche zu kommen, kontrollierten unsere rund 20 Ehrenamtlichen wöchentlich ihre jeweils 2-6 Lockstöcke. Dabei wurden insgesamt nur zwei Haarproben wurden gefunden, eingeschickt und genetisch untersucht. Das Ergebnis:  Hauskatze und Fuchs. Das mag frustrierend erscheinen, doch für die Wissenschaft ist „kein Nachweis“ ein genauso wichtiges Ergebnis. Bayernweit konnten so 67 Wildkatzen mit Verbreitungsschwerpunkt in Nordenbayern bestätigt werden.

Nähere Informationen zum Projekt Wildkatze in Bayern finden Sie unter www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/wildkatze