Shareholder value contra Landschaft

Im Aachtal soll auf der grünen Wiese östlich des Weilers Konstanzer eine 100 Meter lange Versandhalle für die Allgäuer Alpenwasser AG gebaut werden. So jedenfalls war es einem Artikel der AZ zu entnehmen. Ein solcher Eingriff in eine noch weitgehend ungestörten Landschaft rief uns auf den Plan.

So hat die Kreisgruppe des BN schon in 2007 Auskünfte dazu bei der AG und BM Grath einholen wollen, aber von beiden keine Antwort erhalten. Also erwarb der Vorsitzende der OG mit ein paar Aktien auch das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und zu reden. Die Argumente enthält das Manuskript,
die Antwort des Vorstands kommt hier:

Außer der Suche nach einem Standort und einer Bauvoranfrage sei noch nichts gelaufen, eine Entscheidung über den Standort nicht gefallen. Im Übrigen, so Geschäftsführer Sill, müsse erst einmal "der Umsatz erwirtschaftet werden, den wir brauchen, um überhaupt bauen zu können". Da aber auch eine Kapitalerhöhung beschlossen wurde, bleiben wir wachsam. Wobei wir nicht grundsätzlich gegen einen Neubau sind. Aber er muss landschaftsverträglich positioniert sein.

(In beiden Bildern ist die Länge der Halle annähernd richtig eingezeichnet. Über die Höhe ist keine Aussage möglich.)

Im Gespräch nach der Sitzung meinte Geschäftsfüher Sill, unser Einwand sei richtig. Man könne nicht mit der Natur werben und sie gleichzeitig zerstören. Also hofften wir auf ein Einsehen.

Aber im Frühjahr 2009, kaum dass das Umfeld zum Naturpark Nagelfluhkette erklärt wurde, war der Presse zu entnehmen, dass die AG das Projekt in Angriff nehmen will, wenn sie das Geld dafür hat.

In der HV 2009 wurde dann erklärt, dass das Projekt zurückgestellt wird.

Ich werde meine paar Aktien behalten, um an Informationen zu kommen, aber nichts tun, mit dem die AG der Verwirklichung dieser Halle auch nur einen Cent näher kommt.