Die Eiche

Eichen wie hier vor der Residenz in Kempten können uralt werden, 700 Jahre und mehr ... die ältesten „deutschen Eichen“ mit über 1000 Jahren stehen in Mecklenburg-Vorpommern. Fest verankert mit einer tiefreichenden Pfahlwurzel übersteht die Eiche wie kein anderer Baum Stürme und Unwetter. Ihr knorriger Wuchs, die nahrhaften Eichelfrüchte, die vielseitige Verwendung des Holzes z.B. für den Schiffsbau und Bodenparkett, ihre Heilwirkungen und ihr biblisches Alter machen die Eiche zum Sinnbild von Wahrheit, Weisheit und Standfestigkeit. Schon bei den Kelten und Germanen wurde sie als heiliger Baum verehrt. Zahlreiche Ortsnamen wie z.B. Eichstätt zeugen bis heute von der Bedeutung der Eiche in der Vergangenheit.

Trauben- und Stieleichen sind die in Mitteleuropa verbreitetsten Arten. Im Mittelalter waren Eichenwälder begehrte Orte für die Schweinemast – „Auf den Eichen wachsen die besten Schinken“ wusste der Volksmund, bis heute gibt es ihn als spanische Delikatesse. Doch nicht nur der Mensch weiß die Eiche zu nutzen, auch die ökologische Bedeutung für Tiere ist enorm: auf keiner anderen Baumart leben mehr Insekten und Eichhörnchen, Eichelhäher tragen ihren Lieblingsbaum im Namen.