BUND Naturschutz: „Gibt es ein Insektensterben im Allgäu?“

Vortrag zur Jahreshauptversammlung am 20.3.2019 um 19:00 Uhr im Kempodium.

14.03.2019

„Gibt es ein Insektensterben im Allgäu?“ – dieser Frage stellten sich Experten des BUND Naturschutz bereits im vergangenen Jahr. Auf ausgewählten Flächen im Allgäu beobachteten, kartierten und bestimmten sie Insekten, um der Frage nachzugehen, ob es einen Rückgang an Biomasse und Artenvielfalt auch im Allgäuer Grünland gibt. Ihre Ergebnisse stellen die Biologen anhand von Bildern und Zahlen anlässlich der Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu vor. Die öffentliche Veranstaltung findet am Mittwoch, 20. März 2019 um 19:00 Uhr in Kempten, Kempodium , Eicherstr. 3, 87435 Kempten statt. Ab 20:30 schließt sich die Jahreshauptversammlung mit Rückblick und Vorschau der Tätigkeiten sowie Neuwahlen der BUND-Kreisgruppe an.

Nach Veröffentlichung der Krefeld-Studie zum dramatischen Rückgang der Biomasse an Insekten wollten es die Allgäuer Insektenkundler Alfred Karle-Fendt und Martin Muth genauer wissen und untersuchten den Bestand an Insekten auf verschiedenen bewirtschafteten Flächen:  Intensivgrünland, Extensivgrünland und ein Moorgebiet ohne Nutzung wurden beobachtet und dokumentiert. Sie gehen der Frage des Insektensterbens mit einem historischen Rückblick auf die Kulturlandschaft des 19. und 20. Jahrhunderts nach und stellen in faszinierenden Bildern die Insektenwelt der Wiesen vor. Gibt es Unterschiede der Insektenwelt durch die Bewirtschaftung? Welche Insekten können sich anpassen? Gibt es Möglichkeiten, Insekten zu fördern? Dabei spielt nicht nur die landwirtschaftliche Nutzung sondern auch das Verhalten des Einzelnen in seiner unmittelbaren Umgebung und sein Lebensstil ein Rolle. Der Vortrag ist öffentlich, kostenfrei und wird von der Stadt Kempten, Klimaschutzmanagement, unterstützt. Kempten wird ab diesem Jahr mehr Augenmerk auf die Erhaltung der Artenvielfalt legen und hat diverse kleinere Projekte geplant, um sowohl die städtischen als auch die privaten Grünflächen tier- und pflanzenfreundlicher zu gestalten. Die städtischen Maßnahmen wird Dr. Nina Kriegisch vom Klimaschutzmanagement vorstellen.