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Amphibien wandern wieder

Der BUND Naturschutz sucht Helfer für den alljährlichen Amphibienschutz.

17.02.2021

Nach den eisigen Wintertagen locken nun die ungewöhnlich warmen Februar Tage die ersten Amphibien aus ihren Verstecken. Rasant ansteigende Temperaturen und kaum Bodenfrost wecken die ersten Kröten, Frösche und Molche aus der Winterstarre und die Tiere beginnen die Wanderung zu ihren Laichgewässern.

Rund 100 ehrenamtliche Amphibienschützer sind dann auch wieder im Raum Kempten - Oberallgäu im Einsatz: Zäune aufbauen, die Kontrolle der Zäune in der Abenddämmerung und Tiere im Eimer sammeln und über die Straße ins Laichgewässer tragen. Jährlich werden so mehr als 20.000 Amphibien im Oberallgäu und in der Stadt Kempten vor dem Überfahren gerettet.

Insgesamt 20 Amphibien-Wanderstellen betreut der BUND Naturschutz im Raum Kempten-Oberallgäu. Die Amphibienhelfer sind so organisiert, dass jeder einen festen Abend in der Woche am Zaun übernimmt, manche sammeln aber auch gerne öfter. Beim Amphibieneinsatz werden Amphibienart und Anzahl der Tiere pro Abend erfasst, so dass langfristige Entwicklungen dokumentiert werden können. „Seit 2003 sammeln wir Daten, so dass Tendenzen über die Situation der Amphibien absehbar werden“ sagt Julia Wehnert, Geschäftsführerin beim BUND Naturschutz Kempten-Oberallgäu. „Während an manchen Orten kaum noch Amphibien wandern, ist an anderen Stellen das Aufkommen der Erdkröten und Grasfrösche so stark wie nie zuvor“ fasst Carolin Köpping zusammen, die als Artenschutzfachkraft den Amphibienschutz beim BUND Naturschutz betreut. Bei ihr können sich Interessierte melden, um mitzumachen oder Amphibienwanderungen zu melden. Da die Bayern weit stattfindende Amphibienaktion draußen stattfindet und dem Tierwohl dient, ist sie unter Einhaltung der Abstandsregeln vom Umweltministerium bereits genehmigt und kann auch bei ggf. geltenden Ausgangsbeschränkungen durchgeführt werden.  

Im Zeitraum Anfang März bis etwa Ende April stehen die Zäune und benötigen eine regelmäßige Kontrolle. Besonders im Bereich Burgberg, Untermaiselstein, Buchenberg und Tronsberg bei Oberstaufen werden noch tatkräftige Helfer*innen gesucht, aber auch an allen anderen Orten zwischen Sonthofen und Haldenwang ist Unterstützung erwünscht.

Die Amphibien sind vor allem während der Abenddämmerung unterwegs. Der BUND Naturschutz bittet deshalb auch alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. Geschwindigkeitsbegrenzungen und Warnschilder im Bereich der Amphibienzäune und an Amphibienwanderwegen dienen nicht nur dem Schutz der Tiere und von ehrenamtlichen Helfern, sondern auch dem Schutz der Autofahrer vor glitschigen Straßenabschnitten.

Interessenten am Amphibienschutz melden Sie sich in der BUND Naturschutz-Geschäftsstelle per Email an kempten-oberallgaeu@bund-naturschutz.de oder telefonisch am „Froschhandy“ unter 0151-11529 227.